Studieren mit finanzieller Freiheit


Ein abgeschlossenes Hochschulstudium gilt als Sprungbrett für die berufliche Karriere. Der begehrte Master- oder Bachelor-Abschluss ist aber nicht zum Nulltarif zu haben. Explodierende Mieten in den großen Universitätsstädten, steigende Lebenshaltungskosten und die unvermeidlichen Ausgaben für Lernmittel und Semestergebühren, machen das Studium zu einer teuren Angelegenheit. Einige Studenten werden vom Elternhaus gesponsert, anderen halten sich mit Bafög und Nebenjobs über Wasser. Das Jobben fördert auf der einen Seite die Selbständigkeit und gibt einen Vorgeschmack auf das spätere Berufsleben, auf der anderen Seite kostet es aber auch viel Zeit und Kraft.

Studentenkredite

Günstige Kredite für Studenten bieten die nötige finanzielle Freiheit während des Studiums (Foto: limonzest / 123RF Stock Foto)

Das kann schnell zu Lasten der Zensuren und der Studienzeit gehen. Da stellt sich die Frage, ob es auf lange Sicht nicht besser wäre, einen Studienkredit aufzunehmen, um mehr Zeit und Energie in das Studium stecken zu können. In den Vereinigten Staaten sind Studentenkredite an der Tagesordnung, in Deutschland spielt das Darlehen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Bafög oder Studienkredit? Vor- und Nachteile der Alternativen

Hierzulande greifen finanzschwache Studenten gerne auf Bafög-Leistungen zurück. Die staatliche Berufsausbildungsförderung ist aber nichts anderes als ein zinsloses Darlehen. In der Regel ist die Hälfte der Leistung nach dem Studium an das Bundesverwaltungsamt zurückzuzahlen. Längst nicht alle Studenten haben einen Anspruch auf Bafög, für sie ist der Studentenkredit eine gute Alternative. Studienkredite werden in aller Regel zu sehr günstigen Zinskonditionen angeboten. Die Kreditnehmer müssen keine besonderen Sicherheiten vorweisen. Die Banken vertrauen darauf, dass die Schuldner ihren angestrebten Abschluss machen und danach rasch im Berufsleben Fuß fassen. Tatsächlich müssen die wenigsten Akademiker befürchten in der Arbeitslosigkeit zu landen, die Tilgung ist dadurch so gut wie gesichert. Für Studentenkredite gibt es keine einheitlichen Zugangskriterien. Die meisten Banken lassen nur volljährige Studenten zu, die in Deutschland ihr Erststudium absolvieren möchten. Die Laufzeit des Darlehens entspricht meistens der Regelstudienzeit, die Auszahlung erfolgtüblicherweise in monatlichen Raten. Ein guter Studentenkredit bietet eine feste und keine variable Verzinsung und legt denn Beginn der Tilgung auf die Zeit nach dem Uni-Abschluss.